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Namibia beseitigt die Mutter-Kind-Übertragung von HIV und Hepatitis B

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Namibia für seinen beispiellosen Erfolg bei der Eliminierung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV und Hepatitis B gelobt. Das Land ist das erste Land in Afrika, das einen solchen Meilenstein erreicht.

Namibia hatte jahrelang mit den verheerenden Auswirkungen von HIV und Hepatitis B zu kämpfen, insbesondere bei schwangeren Frauen und Neugeborenen.

Nach Angaben des WeltgesundheitsorganisationIm Land leben mehr als 200,000 Menschen mit HIV, und Frauen sind immer wieder von Neuinfektionen betroffen.

Das Land stand vor gewaltigen Herausforderungen, darunter eingeschränkter Zugang zu Gesundheitsdiensten und Aufklärung sowie sozioökonomische Ungleichheiten, die die Übertragungsraten dieser Viren von Müttern auf ihre Säuglinge verschärften.

Die Gesundheitssituation in Namibia war dramatisch, da die hohen Prävalenzraten von HIV und Hepatitis B eine erhebliche Bedrohung für die Gesundheit von Müttern und Kindern darstellten. Der Zugang zu Schwangerschaftsvorsorge und antiretroviraler Therapie (ART) war oft unzureichend, was zu vermeidbaren Fällen von Mutter-Kind-Übertragungen und einer enormen Krankheitslast führte.

Allerdings startete die namibische Regierung in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und Basisorganisationen eine umfassende und ehrgeizige Gesundheitsinitiative zur Bekämpfung dieser Epidemien.

Durch robuste Präventionsstrategien, verbesserten Zugang zu Tests und Behandlungen sowie Bemühungen zur Einbindung der Gemeinschaft hat Namibia einen vielschichtigen Ansatz zur direkten Bekämpfung der HIV- und Hepatitis-B-Übertragung umgesetzt.

Ausschlaggebend für den Erfolg Namibias war die Ausweitung der Programme zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung (PMTCT), die schwangeren Frauen grundlegende Gesundheitsdienstleistungen wie HIV-Tests, Beratung und antiretrovirale Medikamente zur Verfügung stellten.

Darüber hinaus wurden die Bemühungen zur Förderung sicherer Geburtspraktiken und zum ausschließlichen Stillen intensiviert, wodurch das Risiko einer Virusübertragung von der Mutter auf das Kind weiter verringert wurde.

Nach Angaben der WHO ist es Namibia gelungen, HIV-Tests für schwangere Frauen nahezu überall verfügbar zu machen und gleichzeitig den Zugang zur Behandlung zu verbessern, was in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem bemerkenswerten Rückgang der vertikalen Übertragung um 70 % geführt hat.

Bemerkenswert ist, dass sich im Jahr 2022 nur 4 % der Säuglinge von HIV-positiven Müttern mit dem Virus infizierten. Darüber hinaus erhielten fast 80 % der Neugeborenen rechtzeitig den Hepatitis-B-Geburtsimpfstoff, ein entscheidender Indikator für Fortschritte bei der Erreichung der Eliminierungsziele.

Der Höhepunkt dieser konzertierten Bemühungen wurde von der WHO gewürdigt, die Namibias Erfolg bei der Eliminierung der Mutter-Kind-Übertragung von Hepatitis B und HIV offiziell erklärte. Die WHO verlieh dem Land für beide den Status „Silberstufe“ bzw. „Bronzestufe“.

Dr. Matshidiso Moeti, WHO-Regionaldirektor für Afrika, lobte die Leistung Namibias und erklärte: „Dies ist eine bahnbrechende Leistung Namibias, die die lebensrettenden Möglichkeiten engagierter politischer Führung und wirksamer Umsetzung öffentlicher Gesundheitsprioritäten zeigt.“

„Mit konzertierten Anstrengungen können wir den Fortschritt beschleunigen, um die Ziele der Beendigung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV, Hepatitis B und Syphilis – der dreifachen Eliminierung – zu erreichen.“

Die Anerkennung durch die WHO hat Namibia nicht nur internationale Anerkennung eingebracht, sondern auch das Engagement des Landes für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und den Schutz des Wohlergehens seiner Bevölkerung bekräftigt.

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